Baumwolle

Verwendung und Eigenschaften

Der Hauptanwendungsbereich für Baumwolle ist eindeutig die Textilindustrie. Verglichen mit synthetischen Fasern ist Baumwolle sehr saugfähig. Baumwolle besitzt eine hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit, ist aber auch in der Lage, diese wieder abzugeben. Baumwollstoffe sind i.d.R. sehr hautfreundlich (kratzen nicht) und haben ein äußerst geringes Allergiepotential. Baumwolle ist auch bei starker Benutzung und häufiger Reinigung besonders langlebig.

Geschichte

Baumwolle ist eine sehr alte Kulturpflanze. Sie wurde unabhängig von mindestens 4 Völkern domestiziert. Aus den Samenhaaren wird die Baumwollfaser, eine Naturfaser gewonnen. Die ältesten Belege für Baumwolle stammen aus Indien. Im Zweiten vorchristlichen Jahrtausend erreichte die Baumwolle von Indien her Ägypten und später Europa. Die altamerikanischen Völker domestizierten die Baumwolle ebenfalls ab dem 3. Vorchristlichen Jahrtausend.

Verbreitung der Baumwolle

Bereits gegen Ende des 14. Jahrhunderts betrieb die Republik Venedig das Handelsmonopol für levantinische Baumwolle und behielt es bis ins 17. Jahrhundert. Zugleich nahm an den großen Umschlagplätzen nördlich der Alpen die Baumwollverarbeitung stark zu. Mittelpunkt war Augsburg, das fast alle europäischen Märkte versorgte. Das Monopol Venedigs wurde durch die Britische-Ostindien-Kompanie dann gebrochen. Aufschwung nahm die Baumwollindustrie gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch die Spinnmaschinen in der Industriellen Revolution. Aufgrund ihrer größeren Verfügbarkeit aus den britischen Kolonien und den USA setzte sich die Baum-wolle gegenüber den anderen Geweben und Stoffen durch.

Anbau

Baumwolle wird heute als  - nachwachsener Rohstoff- auf allen fünf Kontinenten angebaut. Teilweise wird auf ökologischen Anbau gesetzt, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Die weltweit größten baumwollproduzenten sind die Volksrepublik China, Indien, die USA und Pakistan. In Europa ist Griechenland das einzige Land mit einer größeren Produktionsmenge.

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