Worum geht es in diesem Artikel?
Um die Tradition der Krippenschnitzerei aus Zirbe, um die Holzeigenschaften dahinter und darum, warum dieselben Eigenschaften auch beim Bau eines Zirbenbetts zählen.
Das Wichtigste vorab zusammengefasst:
- In Gröden in Südtirol wird seit dem 17. Jahrhundert vor allem Zirbe geschnitzt
- Zirbe hat einen sanften Übergang zwischen Früh- und Spätholz. Das Schnitzeisen läuft gleichmäßig durch
- Das Holz schwindet wenig und bleibt formstabil, bei der Figur wie beim Bett
- Die dunklen Äste sind fest verwachsen und gehören zum Charakter der Zirbe

Warum werden Krippenfiguren aus Zirbe geschnitzt?
Zirbe ist weich, gleichmäßig aufgebaut und lässt sich sauber schnitzen. Deshalb ist sie seit Jahrhunderten das klassische Schnitzholz der Alpen, besonders für Krippenfiguren.
Ein Gesicht in einer zwölf Zentimeter großen Figur verzeiht keinen Ausriss. Der Schnitzer braucht ein Holz, das dem Eisen gleichmäßig nachgibt. Bei der Zirbe ist der Übergang vom hellen Frühholz zum dunkleren Spätholz sanft, das Spätholz meist schmal. Das Werkzeug stößt deshalb kaum auf harte Zonen. Mit einer Brinellhärte von rund 15 N/mm² zählt die Zirbe zu den weichen Hölzern und gilt als die leichteste heimische Nadelholzart.
Dazu kommt das Schwindmaß. Zirbe schwindet weniger als andere Nadelhölzer und neigt beim Trocknen kaum zu Rissen oder Verziehen. Eine Figur, die im Winter geschnitzt wird, behält ihre Form auch Jahrzehnte später unter dem Christbaum.
Woher kommt die Tradition der Zirbenkrippe?
Die bekannteste Schnitztradition aus Zirbe stammt aus dem Grödnertal in Südtirol. Dort wird seit dem 17. Jahrhundert geschnitzt, vor allem in den langen Wintermonaten.
Gröden war lange ein abgeschiedenes Hochtal. Im Winter wurde geschnitzt, im Sommer verkauft. Aus Löffeln und Schüsseln wurden mit der Zeit Engel, Madonnen und Krippenfiguren. Im 18. Jahrhundert arbeiteten bereits rund 40 Schnitzer im Tal, die meisten mit Zirbelholz. Bis heute schützt das Grödner Gütesiegel die Handarbeit. Und in St. Christina entsteht seit 1988 eine überlebensgroße Krippe, die als größte handgeschnitzte Krippe der Welt gilt.
Uns gefällt an dieser Geschichte, dass sie sich mit unserer deckt. Auch bei uns ist das Wissen über das Holz über Generationen in der Familie gewachsen.
Was hat eine Krippenfigur mit einem Zirbenbett gemeinsam?
Dieselben Eigenschaften, die die Zirbe zum Schnitzholz machen, zählen auch im Bettenbau: Formstabilität, gleichmäßiger Aufbau, fest verwachsene Äste und der typische Duft.
Ein Zirbenbett ist selbstverständlich keine Krippenfigur. Aber wer beides baut, stellt dieselben Fragen ans Holz. Steht es ruhig? Reißt es? Wie sauber lässt es sich bearbeiten? Bei unseren Massivholzbetten zeigt sich das an jeder Kante, die wir von Hand brechen, und an jeder Verbindung, die passgenau sitzen muss.

Woher kommt das Holz für unsere Zirbenbetten?
Unser Zirbenholz stammt aus den Kärntner Nockbergen, aus Höhenlagen zwischen 2.000 und 2.400 Metern. Vom Wuchsgebiet bis zur Manufaktur sind es rund 26 Kilometer.
Unsere Manufaktur liegt zwischen Zirbitzkogel und Nockbergen, im größten Zirbenbestand der Alpen. In dieser Höhe wächst die Zirbe langsam, die Jahresringe liegen eng. Wie viel man an diesen Ringen ablesen kann, haben wir in unserem Beitrag „Jahresringe lesen wie ein Buch“ beschrieben. Wir wählen jedes Brett von Hand aus und achten auf Maserung, Astbild und Farbe. Für ein Zirbenholzbett suchen wir Bretter, deren Zeichnung zueinander passt, ähnlich wie ein Schnitzer den Block für seine Figur aussucht.
Zusammengehalten wird das Bett von unserer metallfreien Natur-Bettverbindung. Am Ende setzen wir das Granatherz ein, ein Herz aus Granat, der ebenfalls aus den Nockbergen stammt. Es ist unser Zeichen für Herkunft, so wie das Gütesiegel bei einer Grödner Figur.
Wie bringen Sie die Zirbe in die Weihnachtszeit?
Am einfachsten über Dinge, die man täglich in die Hand nimmt: eine Figur, ein Kissen, ein Möbelstück aus Zirbe.
Die Zeit zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Jänner war im alpenländischen Brauchtum als Rauhnächte eine Zeit der Arbeitsruhe. Viele nutzen diese Tage heute, um es sich daheim schön zu machen. Wer dafür Zirbe ins Haus holen möchte, hat viele Möglichkeiten: eine geschnitzte Krippe aus Zirbe, ein Zirbenkissen auf dem Sofa, ein Nachtkästchen oder eine Kommode oder andere Zirbenmöbel, eine Zirbenbrotdose für die Weihnachtskekse oder eine Nachttischlampe aus Zirbe.
Wenn Sie über ein neues Bett nachdenken, betrachten wir es gemeinsam mit Lattenrost und Matratze. Unsere Schlafsysteme stimmen wir auf Ihre Liegegewohnheiten ab.

Fazit
Der Krippenschnitzer und der Bettenbauer arbeiten in unterschiedlichen Größen, aber mit demselben Holz und denselben Ansprüchen. Wenn Sie die Zirbe dieses Weihnachten genauer kennenlernen möchten, besuchen Sie uns in einer unserer Filialen. Dort können Sie das Holz riechen, angreifen und sehen, wie wir daraus Ihr Bett bauen.